Forced Use Therapie
analog: Taub-Therapie; constrained induced movement therapy = CIMT
Behinderungen nach einer Hirnschädigung (z.B. Schlaganfall)
führen oft dazu, dass die Betroffenen bei der Ausführung täglich
anfallender Tätigkeiten und in ihrer selbständigen
Lebensführung stark eingeschränkt sind.
Während sich das
Gehen im Alltag durch rehabilitative Maßnahmen oft erfreulich
verbessert, können alltägliche Handlungen durch Finger-,
Hand-, und Armfunktionen vielfach nur noch mit dem gesunden
Arm bewältigt werden.
Die in den USA bereits seit Jahren mit Erfolg durchgeführte
Therapie wird in Deutschland bislang nur an wenigen
Standorten angeboten.
Mitarbeiter unseres Therapiezentrums haben dieses spezielle Programm
in externen Schulungen und Hospitationen erlernt
und wenden dieses Therapieverfahren seit 2005 erfolgreich an.
Forced Use wurde nach dem Prinzip der Bewegungsinduktion entwickelt. Hierbei wird ein „erlernter Nichtgebrauch“ des betroffenen Arms durch ein intensives, gezieltes Training wieder überwunden womit ein Rückgang der Lähmung und der Wiedergebrauch der verlernten Alltagsfähigkeiten erreicht werden kann. Die Therapie ist auch noch Jahre nach der Hirnschädigung in der chronischen Phase wirksam.
Therapieablauf:
Nach einer ausführlichen Diagnostik erhält der/die Betroffene
eine auf die Fähigkeiten und die verabredeten Handlungsziele
individuell abgestimmte Therapie. Das Therapieprogramm
wird über 15 Werktage (2 1/2 Wochen) an ca. 4 Stunden pro
Tag (meist vormittags) durchgeführt.
